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Eindrücke aus Argentinien
Text von Marianne Eisen
6 Künstler aus Buenos Aires im Europa-Museum Schengen
Zeitgenössische Kunst aus Südamerika ist während des ganzen Monats Januar im Europa-Museum zu besichtigen. Patricia Pellegrini, Kunsterzieherin von der “Escuela Museo” in Buenos Aires brachte die Werke ihrer 6 besten Absolventen mit nach Europa und stellt sie zur Zeit in Schengen aus. Bei ihrer Ansprache lobten Dominic Rohde und Felix Bentz, die Direktoren der Stiftung und des Museums, ihren ehrenamtlichen Einsatz.
Im Eingangsbereich des Ausstellungsraumes begrüßen gleich die geometrischen Formen in klaren, hellen Farben auf Seide von Eva Jawerbaum die Besucher. Schwarze Kontraste bilden den Blickfang in den weich ineinander fließenden Beige- und Grautönen. Die Ölgemälde von Sergio Lorberbaum zeigen abstrahierte Landschaften von Meer und Strand mit einem unendlich weiten Himmel, teilweise mit dramatischer Wolkenbildung, die einem Sturm vorausgehen könnte. Daniel Delgado präsentiert 5 kleinformatige Werke von großer Transparenz in Farben der Rot-Violett-Palette mit grünen Ornamenten.
Nubar Doulgerian spezialisierte sich auf Sportschuh-Installationen: die einzelnen Schuhe mit goldenen oder schwarzen Streifen sind ein buntes Markenmix von Nike bis Puma und sollen auf die möglichen Folgen der Globalisierung hinweisen. José Amore dagegen malt abstrakte Gouache-Bilder mit kräftigen Pinselstrichen, die argentinische Landstriche wie “Patagonia” darstellen. Deborah Dricas malt figurativ in leuchtenden Farben, erzählt damit ganze Geschichten, wie die der fliehenden Menschen vor einem rotglühenden Himmel. Eine Anspielung auf Terror, Gewalt und Naturkatastrophen ?
Die Kunstwerke dieser jungen argentinischen Künstler, die zum ersten Mal in Europa ausstellen, bringen uns zum Nachdenken und geben mit ihrer Vielfalt einen schönen Einblick in das derzeitige künstlerische Schaffen in Argentinien.
Marianne Eisen
Europa Museum © 2007
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